Saisonauswertung unserer ersten kompletten Visma-Ski Classics Saison:

Trotz eines verfrühten Endes können wir positiv auf unsere erste komplette Visma-Saison zurückblicken. Alle im Team konnten viele wertvolle Erfahrungen sammeln, die uns in Zukunft stärker machen werden. Das gesamte Team konnte viel lernen, zudem erlebten wir sehr viel zusammen und das Team ist zu einer zusammengeschweissten Gruppe zusammengewachsen.

Bereits im Vorfeld dieser Saison, war uns bewusst, dass es in unserer ersten kompletten Visma-Saison vor allem um das Sammeln von möglichst vielen Erfahrungen ging. Wir definierten auch aus diesem Grund und da ich keinen Druck auf die Athletinnen und Athleten ausüben wollte, keine konkreten Resultatziele. Nichts desto trotz, hatte ich persönlich als Ziel, am Ende der Saison in den ersten 15 Teams der Teamwertung rangiert zu sein. Dieses Ziel verpassten wir jedoch leider ganz knapp. Mit  insgesamt 410 Punkten sind wir nun an 16. Stelle rangiert. Vielleicht wären die Top 15 mit vielen Punkten insbesondere von Toni bei den letzten Wettkämpfen noch möglich gewesen. Trotz dem nichterreichen dieses Ziels bin ich sehr zufrieden mit unserer ersten kompletten Saison.

Dies aus folgenden Gründen:

  1. Mir war von Anfang an bewusst, dass das sehr spezifische, harte und lange Training für diese Wettkämpfe bei meinen jungen Athletinnen und Athleten eine Gefahr für ein Übertraining mit sich bringt. Alle im Team haben jedoch das Training vertragen. Wir konnten bei jedem Wettkampf mit dem bereits im Sommer geplanten Team am Start stehen konnten.

  2. Das gesamte Team konnte bei allen Wettkämpfen sehr viel lernen und viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Zum Beispiel ist es fast unmöglich, die Strecken im Vorfeld komplett zu besichtigen. Durch die Wettkämpfe kennen wir nun den grössten Teil der Strecken für die Wettkämpfe. Auch die Verpflegung während den Wettkämpfen ist eine Erfahrungssache. Wir wissen nun bereits besser, wie wir und mit wie vielen Personen wir die Verpflegung organisieren müssen.

  3. Trotz unseres sehr kleinen Betreuerteams, bin ich der Meinung, dass die Betreuung im grossen und ganzen sehr gut funktioniert hat. Wir hatten eigentlich immer konkurrenzfähiges Material. Zudem lernten die Athletinnen und Athleten auch, dass man bei einem langen Wettkampf mit verändernden Verhältnissen nicht überall Topmaterial haben kann.

  4. Trotz des nochmals gestiegenen Niveaus der Serie konnten meine Athletinnen und Athleten gute Resultate erzielen. Alle im Team konnten sich mindestens einmal in den ersten 60 rangieren und somit Punkte für die Einzelwertungen oder die Teamwertung sammeln. Hervorheben möchte ich dabei den 50. Rang von Andri in Seefeld, den 49. Rang von Nico bei der La Diagonela, die gesamte Teamleistung bei der La Diagonela mit Allen in den ersten 60, den 22. Rang von Carine in Tschechien, den 22. Rang von Selina in Seefeld, sowie den 8ten Gesamtrang von Selina in der Youthwertung.

  5. Der letzte Grund ist für mich der wichtigste Grund für ein positives Fazit der Saison. Alle im Team hatten grosse Freude an diesen Wettkämpfen teilzunehmen und bei einigen konnten wir mit dem Visma-Team die Freude für den Wettkampfsport wieder neu erwecken. Jeweils im Ziel der Wettkämpfe konnte ich fast immer bei allen trotz der sehr grossen Anstrengung und grosser Müdigkeit ein Lächeln erkennen und auf meine Frage, wie der Wettkampf war, bekam ich häufig zur Antwort, es hat einen riesen Spass gemacht. Dies ist das Wichtigste für mich und daraus kann auch ich persönlich viel Motivation schöpfen für weitere Saisons. Diese Freude und Motivation aller im Team hat sicherlich auch dazu geführt, dass wir zu einem richtig guten Team zusammengewachsen sind. Jeder hilft dem Anderen, jeder mag dem Anderen den Erfolg gönnen. Wir konnten viele lustige aber auch ernste Gespräche führen und wir konnten uns alle gegenseitig besser kennenlernen. Ich durfte in meiner Trainerkarriere noch nie ein so eng zusammengewachsenes Team trainieren. Und da wir doch sehr viel Zeit miteinander verbringen ist dies doch sehr wichtig.

 

Unsere erste Visma-Saison hat uns auch aufgezeigt, wo wir in Zukunft noch härter arbeiten müssen, was wir eventuell im Training verändern müssen und wo wir noch Potential haben um uns weiter zu steigern. Sobald ich dies dann mit dem Team genauer analysiert habe, werde ich dann einen Bericht speziell über unser Training in der kommenden Saison schreiben.

Trotz des frühen Saisonendes sind alle Athletinnen und Athleten weiterhin sehr hart am trainieren. Wir wollen noch möglichst viele Schneekilometer für die nächste Saison sammeln bevor es dann Mitte April eine Pause für meine Schützlinge gibt. Ich bin die vergangene Saison am auswerten und bereits daran die neue Saison zu planen. Ich hoffe, dass ich Mitte April die Teammitglieder für die kommende Saison vorstellen kann. Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, dass es im Team keine allzu grossen Änderungen geben wird und wir alle sehr motiviert die neue Saison in Angriff nehmen können.

 Ich persönlich freue mich jetzt bereits schon, mit diesem Team auch im kommenden Sommer und Winter viel gemeinsam zu erleben, hart zu arbeiten und das Beste aus jedem herauszuholen…

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